Toni Kuhnt als IPA-Austauschbeamter in Ungarn
Bericht über meine Eindrücke als Austauschbeamter der IPA Deutschland bei der Wasserschutzpolizei in Ungarn
Der Austauschgedanke
Als Wasserschutzpolizist einer Dienststelle an dem deutschen Teil der Donau wollte ich schon immer mehr über die ungarische Wasserschutzpolizei wissen, verkehren doch auch viele ungarische Schiffe auf dem deutschen Teil der Donau. Ich bin nun 53 Jahre alt und da sich über die IPA die Gelegenheit eines Austausches ergab hieß es für mich: “Jetzt, oder nie!”, obwohl, es gibt eigentlich nie einen richtigen Zeitpunkt für so ein Vorhaben.
Die Anreise
Ich traf mich am 1. Sonntag im September 2009 mit den hessischen Kollegen an der ungarischen Grenze. Von der Grenze lotste uns die ungarische Polizei nach Sopron, wo wir in einem Lokal am Stadtplatz von 2 Mitgliedern des Vorstands der IPA Ungarn, Ferenc Juhasz und Maria Meszaros, empfangen wurden. Nebenbei möchte ich erwähnen, dass beide jünger sind als ich und sich schon in Pension befinden.
Ich erfuhr, dass ich im Nationalpark und Vogelschutzgebiet Tiszafüred Dienst machen und im dortigen IPA - Haus untergebracht werde.
Die hessischen Kollegen kamen mit Ausnahme eines Kollegen, welcher in Sopron verblieb, nach Eger und Debrezin. Insgesamt waren wir 11 Austauschbeamte aus ganz Deutschland. Während die Hessen mit einem Dienst-Pkw anreisten kamen die Saarländer und Nordrhein -Westfalen mit dem Flugzeug
Erst spät in der Nacht erreichte ich meine Unterkunft in Tiszafüred. Mein Begleiter und Fahrer war Gabor. Der 45jährige ehemalige Mitarbeiter des ungarischen Wasser- und Schifffahrtsamtes war schon einige Jahre Pensionist. Er arbeitet bei der IPA als Hausmeister, war bei der Bürgerwehr und zudem geschätzter Fernsehkoch beim ungarischen RTL.
Untergebracht war ich in einer alten Villa. Die Unterkunft war sauber, aber unübersehbar abgewohnt. An die Leitungen auf Putz, den defekten Fernseher und die Klospülung ohne Wasserkasten musste ich mich nun wohl oder übel gewöhnen.
Mein Einsatzprogramm
Am Beginn meines Programms stand die Vorstellung beim Leiter der Wasserschutzpolizei Tisza. Ich erfuhr, dass der Fluss Theis bis Szolnok schiffbar ist und oberhalb nur für Sportboote und Touristenverkehr frei befahrbar ist. Insgesamt knapp 70 Wasserschutzpolizisten verrichten an der Theis ihren Dienst. Das Organigramm und überhaupt die Struktur kommt mir bekannt vor, sieht das Ganze doch aus wie bei uns in Bayern - vor der Reform !
Der Fluss Theis kommt von der rumänisch - ukrainischen Grenze nach Ungarn und mündet in Serbien schließlich in die Donau. Entsprechend den Wasserverhältnissen haben die Beamten viele Schlauchboote mit Außenbordmotor und im Bereich des Sportverkehrs sogar ein Wassermotorrad im Einsatz. Mir war sofort aufgefallen, dass viele der Boote und fast alle Pkws neuwertig waren. Besonders beeindruckte mich, dass in einigen Booten neben GPS sogar eine Wärmebildkamera installiert war. Sie wurde verwendet, um nachts vermisste Personen suchen zu können oder um illegale Aktionen auf dem Grenzfluss aufdecken zu können. Sogar Schwimmer oder große Tiere auf dem Wasser können damit in der Nacht erkannt werden.
Der erste Einsatz
Wir fahren Streife auf der Theis. Das große Boot in Szolnok war aus Alu gebaut und über 10 m lang. Innen war es sogar mit einer Dusche ausgestattet. Leider waren die Maschinen sehr laut und erst nach einiger Fahrzeit liefen die Motoren etwas ruhiger. Das Boot wird hauptsächlich für den Katastrophendienst bereit gehalten.
Die Kollegen fragten mich eingehend über dienstliche Belange aus. Unter anderem kamen die Fragen: Wie viel Motorstunden haben meine Boote? Wie viele Beanstandungen hat ein Kollege pro Monat?
Bei Hochwasser steigt die Theis schnell mal um 10 m in 24 Stunden. Entsprechend tief liegt der Fluss in seinem Bett und die Hochwasserdämme sind schon von Weitem zu sehen.
Der Bau des neuen Dienstbootes wurde, wie auch die neuen Schlauchboote, die Autos und die neuen Computer von Schengen-Geld finanziert. Schließlich hat die ungarische WSP an der Theis 3 Schengen - Außengrenzen.
Schwierig ist es für die ungarischen Kollegen, die Boote ausreichend zu bewegen. Kostet Benzin doch gleich viel wie bei uns in Deutschland.
Im Verlauf meines Aufenthalts traf ich viele Kollegen, die weniger als 500 Euro im Monat verdienen. Selbst höhere Dienstgrade bekommen weniger als 1000 Euro Gehalt. Das gab mir zu denken.
Nationale Wasserschutzpolizeimeisterschaften in Ungarn
Drei Tage lang war ich Gast bei den nationalen Wasserschutzpolizeimeisterschaften in Szolnok. Die ungarische WSP an der Theis war diesmal Ausrichter. Am Leistungszentrum für Rudern treffen sich WSP-ler vom Bereich Donau, Balaton, Neusiedler See und natürlich von der Theis.
Gabor, mein Fahrer und Betreuer, erzählte mir, dass die Wettkämpfer selber eine Zeltstadt als Beherbergungsstätte errichten müssen. Wir Gäste sollten aber in einem festen Gebäude übernachten dürfen.
Als ich das feste Gebäude sehe, wurde ich blass. Die altersschwache Unterkunft wurde extra für den Wettkampf ausgemottet. Trotzdem schaute es aus, wie in einer alten Arbeiterbaracke. .
Die dort aufgestellten Betten und Matratzen muffelten und ich so wurde ich mehr und mehr nachdenklich.
Glücklicherweise musste ich nicht in diesem Gebäude schlafen. Wir bekamen nämlich einen schönen neuen Bungalow ganz in der Nähe und ich erhielt sogar ein Einzelzimmer. Ich war mehr als erleichtert!
Schon der Aufbau der Katastrophenzelte der insgesamt 11 ungarischen Mannschaften wurde bewertet. Am Abend kochten die Kollegen um die Wette.
Alle Gruppen wurden von der Jury schon bei den Kochvorbereitungen bewertet, unter anderem gab es Bewertungspunkte für Hygiene, Zutaten usw. und schließlich
gab es Punkte für das Essen. Klarer Fall, dass mein Begleiter Gabor, der Fernsehkoch, wichtigster Mann der Jury war. Mit ihm war der Polizeichef der Region Szolnok, Dr. Simon Tamas, als Prüfer, eingeteilt. Später erfuhr ich, dass dieser sogar Autor eines Kochbuches speziell für Polizisten ist und am Ende meiner Reise bekam ich von ihm auch eine Ausgabe dieses Kochbuches geschenkt.
Die weiteren Disziplinen bei den ungar. Wasserschutzpolizeimeisterschaften bestanden aus einem Geschicklichkeitskurs (Rundkurs 2er mit Steuermann) jeweils zu absolvieren mit dem dienstlichen Wassermotorrad, mit dem Schlauchboot und mit einem Ruderboot
Abschluss der Meisterschaften war ein 100 Fragen-Test, der hauptsächlich nautisch geprägt war.
An den freien Abenden war natürlich Smalltalk an den Kochstellen und am Lagerfeuer angesagt. Zunächst unterhielt ich mich mit den ungarischen Kollegen von der Donau, bevor ich bei den Kollegen, welche oberhalb von Debrezin, an der ukrainisch - rumänischen Grenze Dienst verrichten, hängen. Ihr Essen war prima und das Bier gut gekühlt. Ein Kollege zeigte mir auf seinem Laptop Luftaufnahmen vom Dienstbereich. Er erzählte mir, dass die Theis dort so seicht sei, dass die Schleuser in der Nacht an den Furten der Theis sogar gestohlene Autos über die Grenze bringen können.
Nein - mit seinem Gehalt komme er nicht zurecht, sagte er mir, aber er habe nebenbei eine Schule für angehende Sport- und Profikapitäne.
Die Veranstaltung der ungarischen Wasserschutzpolizei stößt auf großes Medieninteresse. Ungarische Fernseh- und Radiosender waren vor Ort. Auch ich durfte dem lokalen Fernsehsender ein Interview geben und anschließend dem ungar. Radio. Zum Schluss dem nationalen ungarischen Fernsehen. Mangels Sprachkenntnisse schrieb ich mir einen Spickzettel in ungaarischer Sprache in die Innenseite der Hände
Das gefiel den Kollegen so sehr, dass sie noch Tage später davon sprachen.
Für die nächsten Tage stand mir dann ein Polizeidolmetscher zur Verfügung. Ein Interview wurde tatsächlich in ganz Ungarn gesendet. Längst habe ich mir ein Lexikon Deutsch-Ungarisch gekauft und nun immer im Dienst dabei. Viele ungarischen Kollegen haben übrigens in der Schule die deutsche Sprache gelernt. Trotzdem fällt es ihnen immer schwer, die Sprachkenntnisse anzuwenden.
Verkehrskontrolle
Verkehrspolizisten mit einem nagelneuen Opel Mannschaftswagen holten mich zu einer LKW- Kontrolle auf der Schnellstraße von Budapest zur rumänischen Grenze ab.
Dabei zeigten sie mir die Kienzle -Auswertscheibe, das EG - Schreiber Auslesegerät und den internen Laptop mit angeschlossenem Drucker (Car-PC) im Streifenwagen. Eine Lkw Kontrolle dauerte ca. 1 Stunde. 70 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge werden beanstandet.
Es gibt keinen Arbeitsanzug, oder Sportcapes. Auch kurze Hosen sind natürlich nicht erlaubt. Einzig die normale Uniformbekleidung (Hose/Jacke und weiße Mütze) ist für die Verkehrspolizisten zulässig. Lediglich Spezialabteilungen, wie Schwerverkehr, Gefahrgut oder Wasserschutzpolizei tragen andere Kleidungsstücke.
Unter anderen sprachen wir über das allgegenwärtige Müllproblem auf dem Parkplatz der Schnellstrasse ( Es handelt sich um eine Transferstrecke nach Rumänien) und über die Straßenprostitution, die hier verboten, aber nicht auszuradieren, ist.
Siegerehrung der Wettkämpfe
Die Kollegen von der Donau wurden Sieger. Der zweite Platz ging an die Gastgeber von der Theis. Ob ich mir so eine Meisterschaft unter den deutschen Wasserschutzpolizeidienststellen vorstellen könnte wurde ich mehrmals gefragt.
Es gab viele Pokale als Preise. Alle Einzelleistungen wurden gewürdigt. Mein oben erwähnter Gesprächspartner von der ukrainischen Grenze hat den Wettkampfteil der Theorie für sich entscheiden können. Kein Wunder als Sportbootfahrlehrer.
Nachmittags fuhren wir schließlich nach Tüszafüred zurück.
Gabor hat sich als Koch sichtlich verausgabt und freute sich um so mehr auf das nahende Wochenende mit seiner Freundin vom Tourist- Office und auf einen bevorstehenden IPA Kochwettkampf in Budapest.
In Budapest angekommen erfahre ich, dass es in Ungarn viele IPA Mitglieder gibt, die entweder gar nicht, oder nicht mehr aktiv bei der Polizei beschäftigt sind. Zur Exekutive zählt dort auch die Bürgerwehr und die vielen privaten Sicherheitsdienste. Beim Kochwettkampf gewann übrigens nicht das ungar. Kesselgulasch, sondern eine ukrainische Gemüsesuppe, serviert in einem Brotlaiberl.
Polizeistation Tiszafüred
Im weiteren Verlauf meines Austauschprogramms stand nun der Besuch der Polizeistation in Tiszafüred auf dem Programm. Ich staunte nicht schlecht, als sich eine attraktive Dame als Chefin der Station bei mir vorstellte. Im ersten Gespräch erfahre ich, dass der Campingplatz und überhaupt der Tourismus nicht von der Kriminalität betroffen sind. Die Kriminalitätszahlen sind rückläufig. Das größte Problem sind jedoch die Unfälle mit Radfahrern. Diese sind oft betrunken und fahren ohne Licht und Bremse. Ich nahm mir nicht zuletzt deshalb vor, vorsichtig mit meinem Fahrrad zu fahren. Von der netten Polizeichefin bekam zum Abschluss einen Bildband über Ungarn geschenkt..
Mehrmals ging ich am Abend in der Therme zum Baden. Das Wasser hat mir gut getan, aber ich entstieg dem Bassin leider nicht als Jüngling.
Die nächsten Tage fuhr ich auf dem Dienstboot zusammen mit den ungarischen Kollegen Streife auf der Theis. Kollege Alex ist für den Fluss zuständig. Nebenbei ist er auch als Hundeführer tätig. Sein Schäferhund wird als Leichensuchhund ausgebildet.
Im Nationalpark und im Vogelschutzgebiet darf zu bestimmten Zeiten gar nicht und ansonsten nur mit Elektromotor gefahren werden.
Bei all unseren Streifen mussten die ungarischen Kollegen Beanstandungen aussprechen. Viele Bootsbesitzer umgehen dort die strengen und teueren Vorschriften durch eine Zulassung des Sportbootes in Regensburg. Als ich den Kollegen erkläre, wie einfach es in Deutschland ist, ein Sportbootkennzeichen zu bekommen und dass sogar Verbände eigene Kennzeichen ausgeben dürfen, sind sie von der deutschen Gesetzgebung und unserer Verwaltung sichtlich mehr als enttäuscht. In 3 Fällen stellte ich Fahrgastschiffe fest, die mit einem deutschen Sportbootkennzeichen zugelassen waren. Der Besitzer der Fahrgastschiffe - er lebte viele Jahre in Deutschland - war sehr einsichtig und nach einem eingehenden Gespräch mit der Polizei wird er seine Ausflugsschiffe wieder auf ungarische Zulassung umstellen.
Besonders gefallen hat mir die Nachtstreife. Radar und GPS braucht mein ungarischer Kollege nicht. Er kannte seinen Bereich und fuhr mit dem Sportboot bei sternklarer Nacht als wäre es taghell. Schwarzfischer haben wir zwar nicht erwischt, aber bei einem Fischerboot bauten wir eine Falle auf, um feststellen zu können, ob im Verlauf der Nacht noch Fischernetze gelegt wurden. Auch am Wochenende fuhren wir auf dem See Streife.
Die zweite Woche
In der zweiten Woche besuchte ich den als Wassersportzentrum ausgebauten Seeteil in der Nähe der Schleuse. Wir fuhren mit dem Dienstboot durch die 12 m hohe Schleuse und bei einer Besichtigung des Kraftwerks erfuhr ich, wie die ungarischen Verantwortlichen bei einem Giftunfall vor knapp 10 Jahren reagierten. Als damals bekannt wurde, dass bei Hochwasser in Rumänien Schwermetalle einer Goldgrube in die Theis gelangten, wurde der See in Ungarn sofort angestaut. Mit Bedacht wurde dann der Stausee abgelassen, wodurch man die Vergiftung der Auen in Grenzen halten konnte. 2 Jahre dauerte das Fischsterben. Heute hat sich der See von der Umweltkatastrophe erholt.
Eigentlich wollte der ungarische Staat an der Theis 5 Stauwerke mit Schleusen errichten. Damit wäre der Fluss in ganz Ungarn schiffbar gewesen. Aus finanziellen Gründen konnten dann aber nur 2 Stauwerke errichtet werden. Nur die bereits errichteten, über 80 m langen Schleusenkammern, erinnern noch an das Vorhaben.
Der letzte Tag
Am letzten Tag war noch eine Verkehrskontrolle auf der Autobahn in Kal vorgesehen. Mit meinem hessischen Kollegen Felix, 2 Mitarbeitern des Ausländeramts und mit einer Gruppe von mehr als 10 ungarischen Autobahnpolizisten war der Schwerpunkt dieses Vormittags die “Ausländerkontrolle”. Wir kontrollierten hauptsächlich rumänische und ukrainische Urlauber, die auf der Heimfahrt waren. Auch diesmal kam die Presse. Der Fotograf erzählte uns später, dass sogar ausländische Medien Fotos dieses Einsatzes von der Agentur anfordern.
Resümee
Ich möchte mich bei den Verantwortlichen für den Austausch bedanken. Es war für mich sehr interessant über den Tellerrand schauen zu dürfen. Durchwegs eine sehr gute Meinung behalte ich von meinen ungarischen Kollegen und ihrer guten Ausrüstung in Erinnerung. Mein Dank vor allem auch denjenigen, die Unterkunft’ Verpflegung und Logistik für Austausch organisiert und bezahlt haben. Ich hoffe sehr, dass die ungarischen. Kollegen bald mehr Geld verdienen werden, um mit der schwierigen Aufgabe als Polizist auch ein ausreichendes Auskommen zu haben. Derzeit haben die meisten Polizisten in Ungarn noch weitere Jobs.
Die ungarische Regierung hat den Polizisten die Erhebung von Bargeld-Verwarnungen verboten. Ein Versuch, der Korruption Einhalt zu gebieten. In diesem Bereich gibt es sicherlich große Probleme, besonders an der Grenze und im Lkw-Bereich. Korruption ist in Ungarn aber kein spezielles Polizeiproblem, sie ist leider in allen Bereichen des öffentlichen Lebens vorhanden. Es hat mich gewundert, wie offen die Kollegen darüber mit mir gesprochen haben und nicht alle Rendörseg finden den uneingeschränkten Chorgeist der ungarischen Polizei gut. Der Polizeidienstausweis und auch IPA-Ausweis schützen in Ungarn vor einer Kontrolle. Als ich erzählte, dass sich unsere Fahnder weder von Diplomatenausweisen, noch von Polizeidienstausweisen beeindrucken lassen und ich persönlich weder bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung, und schon gar nicht bei einer Trunkenheitsfahrt damit rechnen könne, dass meine Kollegen beide Augen zu drücken, sagte ein junger Kollege spontan: “Das ist eine gute Polizei”
Ich glaube, über dieses Kompliment darf man ein wenig Stolz verspüren.
Verständlicherweise ärgert sich die ungarische Bevölkerung über die frühe Verpensionierung der ungarischen Polizisten. Diese ist bereits mit 42 Jahren möglich. Auch hier hat aber die Regierung bereits reagiert. Bei den neu eingestellten Polizisten ist dies künftig nicht mehr möglich. Sie müssen deutlich länger arbeiten.
Ich freue mich schon, wenn ich im nächsten Jahr einen ungarischen Kollegen als Austauschbeamter hier in Deutschland begleiten darf. Seit 5 Jahren bietet die IPA nun den Austausch an und ich halte es für eine gelungene Sache. Mit Dienstbefreiung, Haftungsübernahme und Fahrtkostenbeteiligungen fördern die Polizeien anderer Länder das Programm der IPA. Es würde mich freuen, wenn mein Beitrag auch unseren bayerischen Arbeitgeber zu einer positiveren Einstellung umstimmen könnte. Weil bayerischen Polizisten lediglich die Teilnahme in der Freizeit gestattet wird, sind doch die bayerischen Polizisten beim Austauschprogramm die Ausnahme.
Autor: Toni Kuhnt, VPI - WSP/G Deggendorf
Überarbeitung: Günther Nebel, PI Deggendorf
September 2009